Am 11. Juli 2026 beschäftigten sich Ehrenamtliche und Betreuungskräfte in einer Veranstaltung der Hospizakademie Saar mit dem sensiblen Thema Sterbewünsche.
Im Mittelpunkt stand zunächst die Frage, was Menschen tatsächlich meinen, wenn sie äußern: „Ich will nicht mehr leben.“ Dabei wurde deutlich, dass häufig weniger der Wunsch nach dem Sterben selbst im Vordergrund steht. Vielmehr möchten Betroffene belastende Situationen, Schmerzen, Abhängigkeit oder die Angst vor dem Sterbeprozess hinter sich lassen. Nicht selten steht hinter einer solchen Aussage der Wunsch, bereits tot zu sein und den als beängstigend empfundenen Sterbeprozess zu überspringen.
Die Teilnehmenden betrachteten Todeswünsche aus unterschiedlichen Perspektiven und setzten sich mit möglichen Ursachen, Bedeutungen und individuellen Hintergründen auseinander. Darüber hinaus ging es um die Frage, wie Ehrenamtliche und Betreuungskräfte auf entsprechende Äußerungen reagieren können.
Die Veranstaltung vermittelte Orientierung für einen einfühlsamen, offenen und verantwortungsvollen Umgang mit Todeswünschen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, aufmerksam zuzuhören, Aussagen ernst zu nehmen und zugleich die eigenen Aufgaben und Grenzen im Blick zu behalten.